Continental will Standort in Aachen schließen

Der Automobilzulieferer Continental wird voraussichtlich mehr Werke schließen als bisher geplant. In Aachen soll bis Ende 2021 das Reifenwerk geschlossen werden – betroffen wären davon 1.800 Stellen. Die endgültige Entscheidung steht allerdings noch aus. Für das zweite Quartal 2020 beklagt Continental einen Verlust von 9,7 Prozent, vor allem das Geschäft mit Elektronik, Sensorik und Bremssystemen sorgt für Einbußen.

📌 https://jungefreiheit.de/wirtschaft/2020/continental-standort/

Carl Martin Welcker, Präsident des deutschen Maschinenbau-Verbandes, hatte zuletzt auch die Bundesregierung für die Krise der Automobilindustrie verantwortlich gemacht. Das Hauptproblem seien staatlich gelenkte Eingriffe:

»Nirgendwo gibt es ein selbsttragendes Geschäftsmodell für Elektromobilität. Trotzdem versuchen unsere Politiker in Deutschland und Teilen Europas seit nunmehr vielen Jahren, die Elektromobilität herbei zu subventionieren.«

Das Ergebnis sei eine »Umverteilung vom deutschen Steuerzahler hin zu einigen wenigen Autoaktienbesitzern«. Weiterhin kritisierte er die diskutierte Verschärfung der CO2-Vorgaben durch die EU als »absurd«.

Matthias Helferich, Stellv. Landessprecher der AfD NRW, kritisiert vor allem die ideologisch betriebene Wirtschaftspolitik Deutschlands:

»Die Deindustrialisierung schreitet weiter voran. Arbeitslosigkeit und der Niedergang der deutschen Automobilbranche sind das Ergebnis einer weltfremden Wirtschaftspolitik. Echte Innovation und vor allem das allgemeine Wohl unserer Arbeiter und Angestellten muss wieder in ein gesundes Verhältnis zum Umweltschutz gesetzt werden.«

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

*