AfD sagt Demo ab

Schweren Herzens haben wir unsere für den 01. Mai in Düsseldorf geplante Großkundgebung gestern abgesagt.

Über 1.000 Teilnehmer waren von der Alternative Vereinigung der Arbeitnehmer e.V. als Organisator auf dem Graf-Adolf-Platz erwartet worden. Unter dem Eindruck der Ereignisse in Köln am vergangenen Wochenende haben wir uns nun jedoch schweren Herzens entschlossen, auf die Durchführung der Veranstaltung zu verzichten.

Am 22.4 2017 waren am Rande des AfD-Bundesparteitages mehrere Delegierte von linksautonomen Demokratiegegnern angegriffen worden und mussten von der Polizei verteidigt werden. Dabei wurden zwei Polizisten verletzt, einer davon erheblich. Hinzu kamen Vandalismus und eine Reihe von Sachbeschädigungen im Umfeld der Demonstrationen. Die Wiederholung eines solchen Szenarios wollte die AfD nicht riskieren.

„Es ist unser gutes Recht, im Grunde sogar unsere Pflicht, auf die Missstände in diesem Land aufmerksam zu machen“, so Uwe Witt, Bundesvorsitzender der AVA. „Da die herrschende Politik jedoch tatenlos zusieht, wie militante Gegner von Demokratie und Meinungsfreiheit ihre Aggressionen abladen und dabei weder vor Polizei noch unbeteiligten Anwohnern Halt machen, sehen wir es als künftiges Mitglied des Landtags als unsere Pflicht, bereits jetzt Verantwortung für die Bürger in NRW zu übernehmen. Deshalb sehen wir von der Durchführung unserer Kundgebung ab, wenn auch schweren Herzens.“

Unter dem Motto „Schulz und Kraft: Schluss mit lustig!“ wollte die AVA besonders auf die desaströse SPD-Politik in Bund und Land verweisen. „Das einzig Soziale an der SPD ist das S in ihrem Namen“, ereifert sich Günter Koch, Landesvorsitzender der AVA NRW. „Wer hart arbeitet, darf Steuern und Abgaben zahlen und sonst die Klappe halten. Nutznießer sind leistungslose Eliten und Transferempfänger ohne Aussicht auf Eingliederung in den Arbeitsmarkt.“ Diese Art von Klientelpolitik sei Verrat an der sozialdemokratischen Stammwählerschaft, die ihre Interessen nur noch in der AfD gewahrt sieht, ergänzt Uwe Witt.

„Solange für unser Anliegen, so wichtig es auch sein mag, Polizisten verletzt werden oder zumindest ihre knapp bemessene Freizeit durch weitere Überstunden verlieren, können wir guten Gewissens keine Großdemo durchführen“, bedauert auch Andreas Keith, Geschäftsführer der NRW-AfD, die heutige Entscheidung.

„In der Abwägung stellen wir unsere Interessen erforderlichenfalls eben zurück“, macht Marcus Pretzell, AfD-Landesvorsitzender und Spitzenkandidat seiner Partei in NRW, die Position der Alternative für Deutschland deutlich. „Ob es jedoch länger hinnehmbar ist, dass Grundrechte außer Kraft gesetzt werden und die Regierenden den Schutz der Bürger gegen unhaltbare Illusionen eintauschen, muss am Ende der Wähler entscheiden. Dafür hat er am 14. Mai die Gelegenheit: Das Programm der AfD heißt Realität!“

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