„Arbeitslosigkeit in NRW sinkt im April überdurchschnittlich“… nicht wirklich!

Düsseldorf, 12.05.16. Uwe Witt, arbeits- und sozialpolitischer Sprecher der AfD NRW, sieht die jüngsten Erfolgsmeldungen der Arbeitsagentur NRW sehr kritisch: „Bei genauerer Analyse schmilzt diese „Überdurchschnittlichkeit“ jedoch um 53% der ausgewiesenen Zahlen zusammen. Entgegen dem Bundestrend ist bei der Anzahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten sogar ein Rückgang zu verzeichnen“.

Zunächst zu den Zahlen des Bundes: Hier ist eine leicht positive Entwicklung festzustellen; die Zahl der offiziell ausgewiesenen Erwerbstätigen ist um 161.000 Personen gestiegen. Davon sind jedoch lediglich 31.700 sozialversicherungspflichtige Beschäftigte. Die Anzahl der offiziell ausgewiesenen Arbeitslosen hat sich um 101.027 reduziert; die der tatsächlichen Arbeitslosen jedoch nur um 70.983 Personen gemindert.

Entgegen dem leicht positiven Bundestrend hat NRW dagegen einen leichten Rückgang bei den sozialversicherungspflichtig Beschäftigten zu verzeichnen. Bei der Anzahl der offiziell ausgewiesenen Arbeitslosen wird durch einen Rückgang um 10.009 Arbeitslose zunächst auch ein leicht positiver Trend signalisiert. Dieser schmilzt bei der Betrachtung der tatsächlichen Arbeitslosen jedoch auf ein Minus von 4.698 Personen zusammen. Somit sind in NRW über 50% des offiziell genannten Rückgangs an Arbeitslosen im April lediglich ein statistischer Taschenspielertrick.

Ein anderes Problem zeigt sich bei der Betrachtung der derzeitigen Berufsausbildungsstellen. Bundesweit unbesetzt sind davon derzeit 252.574 Stellen, andererseits suchen 231.772 junge Leute eine Berufsausbildungsstelle. Es wäre somit, rein rechnerisch, ein Überangebot von von 20.802 Lehrstellen vorhanden. Da sich die Schulabgänger vermehrt für ein Studium und gegen eine Berufsausbildung entscheiden, wird sich dieser Trend zukünftig fortsetzen. Besonders eklatant ist, dass einige Branchen kaum noch Auszubildende bekommen. Insbesondere klassische handwerkliche Berufe sind davon betroffen, da sich die Mehrheit der Bewerber für einige wenige „Trendberufe“ entscheidet.

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Auswertung der Arbeitslosenstatistik:
Arbeitslosigkeit-in-NRW-sinkt-05216

 

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